| Eichsfelder im Rausch der fünften Jahreszeit
Zwischendurch auch einmal nur als Achterrat: das närrische Präsidium in Battern. Blick 30.01.2008
START: Die ersten Büttenabende fanden am Wochenende unter anderem in Breitenworbis, Geisleden und Silkerode statt. Seine Bildung nach jahrelanger Lektüre der Bild-Zeitung vermittelte Opa Horst Grimm beim Batterschen Karneval dem Enkel.
Battern bebte Thomas MÜLLER TA 14.01.2008
"Von Wilhelm Pieck bis Angela" Ein Hochgenuss: In Gesang und Wort begeisterten Klaus Hohlbein (r.) und Wilfried Eiselt als Adolf und Friedchen, Breitenworbis. (tlz) So alt wie der Breitenworbiser Karneval ist, so viele Jahre zählt auch er: der Baron von "Witzenbattern". Lange hatten ihn die Narren und Närrinnen des Ortes nicht mehr in der Bütt gesehen. Doch am Samstag strapazierte er beim zweiten Büttenabend des Batterschen Carnevalclubs (BCC) wieder die Lachmuskeln des Breitenworbiser Faschingspublikums. Seit 55 Jahren besteht die Faschingstradition in diesem Jahr, "was uns Grund zum Feiern gibt", steckte der Präsident Frank Wilhelm die Marschroute für die kommenden Wochen bereits auf der Premierensitzung 2007 ab. Getreu dem Motto "55 lange Jahr - von Wilhelm Pieck bis Angela", waren die Akteure des Abends in Wort und Sang nicht verlegen, Politik, den ein oder anderen Skandal des vergangenen Jahres und noch mehr aufs Korn zu nehmen. Und so erkannte der Baron von Witzenbattern, alias Karl Frixel, dass er seinen Ruhestand sicher nicht im Altersheim erleben, sondern lieber auf dem Kreuzfahrtschiff Aida verbringen möchte. "Da lebe ich 50 Euro pro Tag billiger", rechnete er im wieder ausverkauften Gemeindehaus vor - der Gesundheitspolitik sei es gedankt. Aus einer ganz anderen Welt, aber mit ähnlichen Meinungen, kehrten die "Yedi-Ritter" zurück nach Breitenworbis. Lothar Buchhardt, Gerhardt Kohl und Albrecht Fischer (Hendrik Winter) hatten erkannt: Die Politiker sind einem Größenwahn verfallen, sei es der Steuerwahn der Bundeskanzlerin oder der Luxuswahn des Ministerpräsidenten - zwei große Limousinen würden es zeigen. Doch auch flott auf den Beinen präsentierten sich die Aktiven ihrem begeisterten Publikum. Das Ballett "Fünkchen" zeigte zum Hit "Black or White" eine Vorstellung mit artistischen Tanzeinlagen. "Das alles haben die sechs Mädels ohne Hilfe einstudiert", lobte Wilhelm die Nachwuchstänzerinnen, die dem Funken-Ballett unter Leitung von Manuela Schmidt in nichts nachstanden. Überhaupt war jeder Büttenredner, Tänzer und Sänger
auch am Samstag wieder eine Attraktion für sich. Die Vielfalt des
Dargebotenen übertraf die Vorstellungskraft so einiger im Publikum.
"Ich bin überrascht vom ganzen Einfallsreichtum", war Wilhelm
am Ende voll des Lobes und wird es wohl noch weitere drei Mal in diesem
Jahr - und zur Hoffnung der zahlreichen Jecken im Ort auch in den kommenden
Jahren - sein dürfen. Denn genauso oft laden die Jecken des BCC -
ihm zu gratulieren waren auch die Karnevalisten aus der Nachbarstadt Worbis
am Samstag gekommen - noch zu ihren Büttenabenden. Und geht es beim
BCC in dieser Vielfalt weiter, werden "Friedchen und Adolf"
(Klaus Hohlbein und Wilfried Eiselt), die in ihrem Beitrag u.a. erkannten,
dass es bergab geht, wo man hingeht, widerlegt. Denn weiterhin für
Furore wird der 70 Mitglieder zählende Verein in der Eichsfelder
Karnevalsszene sorgen, in der sich die Breitenworbiser als eine der Hochburgen
etabliert haben. TLZ 28.01.2007 Von Fabian Klaus
Mit spitzer Zunge ins Jubiläum Batterscher Karneval feiert 55-jahriges Bestehen / Festumzug soll Höhepunkt werden In vielen Breitenworbiser Garagen wird derzeit eifrig gebaut und geplant, gebastelt und getüftelt. Bis zum 18. Februar ist noch einiges zu tun.Dann soll ein bunter Wagentross durch die Gemeinde rollen. Anlass ist, wie regelmäßig alle fünf Jahre begangen, der Geburtstag des Breitenworbiser Carneval Vereins. Der BCC feiert in diesem Jahr sein 55-jahriges Bestehen. Und begonnen hat vor 55 Jahren auch alles mit einem Umzug. Von Claudia NOLTE BREITENWORBIS. Aus Berichten der damaligen Zeit ist bekannt, dass mancher Kamevalsfreund sogar bis zu 20 Kilometer Fußmarsch auf sich nahm, um die Umzüge zu bestaunen. Doch auch mit ihren Elferratssitzungen machten sich die Schnallenköppe schon in den Anfangsjahren einen Namen. Von 1957 bis 1963 gab es in Anbetracht des Kalten Krieges nur Frohsinn auf Sparflamme. Ab 1964 aber blühte der Battersche Karneval erneut auf. Das Narrenvolk schrieb sich See- und auch Raumfahrt, das Zooleben oder das wilde Treiben in der Räuberhöhle auf die Fahnen. Karneval etablierte sich als fester Bestandteil im Gemeindeleben. Einen markanten Entwicklungsschub markiert das Jahr 1975. in dem Paul Wand zum Präsidenten des Vereins gewählt wurde. Er sollte insgesamt 27 Jahre lang die Geschicke des BCC leiten, und in dieser Zeit entwickelte sich die fünfte Jahreszeit in Breitenworbis zum kritischen Politkarneval. Die geistigen Seitenhiebe, meist im Grenzbereich der staatlichen Überwachung, wurden vom Publikum mit tosendem Beifall belohnt. Eintrittskarten gab es damals nur noch von Hand zu Hand. Diese Entwicklung der Batterschen Programmgestaltung fand in den Jahren vor der Wende ihren Ausdruck in politsatirischen Saisontiteln wie „Battem - eine bleibende Festung" (1983), „Wir lassen uns das Klima nicht vermiesen" (1985), „Vorsicht, frisch gestrichen" (1986), „Battersche Spitzen-Technologen" (1987) sowie „Lasst uns leben" (1989). Auch wenn es damals oft schwer war, das eigene Programm gegenüber staatlichen Kontrolleuren durchzuboxen, muss mancher Akteur eingestehen, dass es in der Folge selten so leicht war, Zündstoff für das satirische Feuerwerk zu finden. Seit Mauerfall und Wiedervereinigung galt es, unter den veränderten Bedingungen das hart erarbeitete Image des Vereins als politsatirische Hochburg weiterzuentwickeln. 1991 riefen die Batterschen das Motto „Von der Sichel unter'n Hammer" aus. 1995 hieß es kurz und knapp „Wieder verwählt" und 1998 warnten sie Freunde und Kritiker: „Vorsicht, bissiger Mund". Die lang ersehnte Sanierung des Gemeindesaals brachte 1998 dem BCC und seinem treuen Publikum beste Rahmenbedingungen für das Kamevalfeiern in der Batterschen Narrhalla. Ein Prinzenpaar gibt es heute nicht mehr, treu geblieben ist dem Verein aber die Galionsfigur des Batterschen Karneval, der Schnallenkopp, stets gemimt von Helmut Grimm. Und seit sechs Jahren ist die Faschingszeit um einen weiteren Höhepunkt reicher. Die Frauen haben sich ihr Refugium erkämpft, übernehmen zum Weiberfasching Saal, Elferratsplätze und Butt und stehen ihren männlichen Kollegen in Sachen satirischer Bissigkeit und humoristischem Talent in nichts mehr nach. Den bis jetzt letzten großen Umzug gestalteten die Breitenworbiser im Jubiläumsjahr 2002. Zum 50. Geburtstag des Vereins endete auch die 27 jährige Präsidentschaft von Paul Wand. Unter dem Motto „Neue Besen kehren heiter weiter" führt nun seit 2003 Frank Wilhelm den BCC an. In diesem Jahr zieht der Verein unter dem Motto „55 lange Jahr von Wilhelm Pieck bis Angela" eine Bilanz des Jubiläumsjahres mit der Schnapszahl. Mit insgesamt fünf Sitzungen und dazu Kinder-, Senioren- und Weiberfasching haben die Batterschen Narren zum Jubiläum wieder einen vollen Terminkalender. Höhepunkt, soll aber der Festumzug am 18. Februar sein. 40 Wagen sind bereits gemeldet, und man darf gespannt sein, was die Narren kommentieren.
NÄRRISCHES URGESTEIN: Mit tollen Programmen begeisterten die Batterschen TA 25.01.2007
Auf den Punkt gebracht Am Thema Karneval scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Die einen können den Start in die fünfte Jahreszeit kaum erwarten, den anderen graut nur vor dem närrischen Treiben. Was die Batterschen Schnallenköppe in ihrer Jubiläumssaison aber auf die Beine gestellt haben, das dürfte auch Karnevalsmuffel begeistern. BREITENWORBIS (cn). Politisch, sarkastisch, trocken, manchmal derb, aber immer auf dem Punkt, machen die Batterschen Narren klar, warum ihr Saal seit Jahrzehnten ausverkauft ist. Seit 55 Jahren wird in Breitenworbis Fasching gefeiert, stets mit scharfer Zunge, aber auch immer mit einem Augenzwinkern für das eigene Tun. Gerade die kritischen Beiträge zu DDR-Zeiten, das Spiel an der Kante des Machbaren, brachte den Breitenworbisern Anerkennung, auch bei anderen Eichsfelder Vereinen. Und es gelang, den Blick zu behalten für das, was im Jahr bewegt hat. Gesundheitsreform und Fußballweltmeisterschaft, Casting-Shows, die Medienwelt und Gewalt an Schulen, alles findet sich verpackt in Reim, Sketsch oder Lied wieder. Manchmal so geschickt, dass man die Anspielung erst beim zweiten Nachdenken erkennt, manchmal aber auch so staubtrocken präsentiert, dass einem das Lachen fast im Halse stecken bleiben möchte. Eigentlich ist die erste Sitzung in Breitenworbis ja eine Art öffentliche Generalprobe. Danach wird üblicherweise gekürzt und gestrichen und noch ein wenig gefeilt. Das dürfte den Aktiven diesmal reichlich schwer fallen. Bei den nächsten vier Sitzungen, jeweils an den kommenden Samstagen, werden sie wieder um die Gunst des Publikums ringen. Vielleicht ist Präsident Frank Wilhelm dann wieder so gerührt von der Stimmung im Saal, wie er es Samstagabend eingestand. Saisonhöhepunkt ist der Festumzug am 18. Februar, zu dem schon 40 Motivwagen gemeldet sind.
TA 22.01.2007
Tacheles in der Bütt BREITENWORBIS. Die gute Laune reichte am Samstagabend bis in die hintersten Reihen, als der Breitenworbiser Carnevalsclub (BCC) im Gemeindesaal alle Register karnevalistischer Narreteien zog. Bis nach Mitternacht dauerte das schwungvolle Programm. Und der BCC verspricht für die laufende Session noch viel mehr."Die Politik eiert, der BCC feiert" stand in riesigen Buchstaben hoch über dem Auditorium. Geschmackvoll war auch der Saal selbst geschmückt, ohne viel Firlefanz, doch mit dem großen Pleitegeier an exponierter Stelle. Und das hat sich der BCC auch auf die Fahnen geschrieben: "Bei uns steht weniger der Ulk im Vordergrund, sondern eher der politische Karneval", erklärt Frank Wilhelm, Präsident von Verein und Elferrat in Personalunion. Die Generationen ab etwa 40 kennen sich in der aktuellen Politik aus, doch bei den Jüngeren vermisse er oft die Lust, sich mit gesellschafts- und weltpolitischen Dingen auseinander zu setzen. Und gerade hier wolle man beim BCC ansetzen, mit dem Programm die jungen Menschen animieren, sich mehr für die Welt und großen Zusammenhänge zu interessieren. Das taten die Akteure auf der Bühne am Samstagabend ausgiebig. Natürlich jagte ein Kalauer den anderen, doch immer wieder gab es deftige Seitenhiebe auf Bundesregierung und Dorfquerelen. Weltpolitisch war natürlich George Bush Zielscheibe des Spotts. Engel und Teufel fragten, wie denn wohl Bushs Nachtgebet laute. "Lieber Gott, erfüll´ mir eine Bitte und entferne Merkel und Blair aus meines Arsches Mitte", lautete die Antwort unter rasendem Gelächter im Saal. Schlag auf Schlag jagte in Breitenworbis ein Höhepunkt den anderen, egal ob Wetterfrosch, ein alkoholisierter Frauenversteher, die Stammtischbrüder oder der Schnallenkopf die Bütt enterten oder die Garden die Bühne zum Beben brachten. Großartig war auch die Vorstellung der Gebrüder Batterns, die zum ersten Mal auf der Bühne standen und die Goldene Bierflasche verliehen, zum Beispiel an Howard Chickendale, die drei Tenöre, eine Babyband oder einen phlegmatischen Penner, der die Auszeichnung für sein Charisma bekam. Den karnevalistischen Höhepunkt wollen die Batterschen am großen Faschingswochenende erreichen. Da reicht der Reigen von Weiberfasching über Prunksitzung bis hin zu einem kleinen Ständchen bringen und zum Kostümball. Außerdem bereitet man sich schon auf das 55. Bestehen des BCC im kommenden Jahr vor.
Howard Chickendale sorgte fast für Zwerchfellrisse, als er im Schweiße seines Angesichts die Bühne erklomm, um die Goldene Bierflasche in Empfang zu nehmen. TA-Foto: S.TISMER TA 06.02.2006
Die Narren betreiben stichfeste
Wahlanalyse
Verhaftet und zum Thekengang verurteilt wurde Dennis Schneppe. Weit mehr als 60Mitwirkende gestalteten am Samstag den zweiten (von fünf) Büttenabend in Breitenworbis. TLZ 31.01.2006
"Hartz IV zwischen Sorge
und Elend" Seinem Ruf, einen niveauvollen politischen Karneval zu veranstalten, ist der Ort auch in dieser Saison - die 53. - wieder gerecht geworden. Auf der zweiten von insgesamt sechs Sitzungen belohnte am Samstagabend ein begeistertes Publikum die Akteure mit reichlich Beifall. Seit Mitte November bastelteten die Karnevalisten am Programm, studierten Tänze, Sketsche und Büttenreden ein. Der Verein - 1952 gegründet - gehört mit zu den ältesten närrischen Vereinigungen im Landkreis. "Und wir haben durchgängig gefeiert", betonte Pressesprecher Wilfried Eiselt. Zu DDR-Zeiten war das nicht immer einfach, wurde so manche Büttenrede zensiert und erhielten Redner auch Vorladungen. An ein Lied aus jener Zeit erinnert man sich noch gern zurück: "In unserem Staate, wo die Freiheit wohl grenzenlos ist..." TLZ 23.01.2005
Schritt auf die Bühne
BREITENWORBIS (cn). Zu spüren war die Erleichterung des Vorstandes des Batterschen Karnevalvereins. Denn trotz vieler Veränderungen war der Saisonauftakt ein voller Erfolg. Wie in jedem Jahr stellte sich auch im vergangenen Herbst für die Verantwortlichen wieder die Frage: Wer würde mitmachen, mutig genug sein, sein karnevalistisches Talent auf der Bühne unter Beweis zu stellen? Und obwohl einige Traditionsgruppen in diesem Jahr nicht mehr auf der Programmliste zu finden sind, überzeugt das Narrenvolk vom Rhin wieder mit einer bunten Mischung aus Sketchen, Gesang, Tanz und Wortwitz. Und eines wurde klar. Über Nachwuchsprobleme muss der Breitenworbiser Verein zumindest vorerst nicht klagen. Zahlreiche neue Gruppen wagten den Schritt auf die Bühne und wurden dafür mit Beifall belohnt. Doch nicht nur zahlreiche Jugendliche entdeckten ihr Herz für die fünfte Jahreszeit. Zur Freude des Vorstandes steigt auch von Jahr zu Jahr der Anteil weiblicher Akteure. "Die meisten von ihnen haben bereits beim Weiberfasching gezeigt, was sie drauf haben und begeistern nun auch bei unseren Sitzungen", freut sich Präsident Frank Wilhelm. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung können nun er und die mehr als 80 Vereinsmitglieder etwas gelassener den noch anstehenden Veranstaltungen bis zum Kostümball am Rosenmontag entgegensehen. Die sechs ausstehenden Sitzungen sind fast vollständig ausverkauft, lediglich für die Freitagtermine sind noch einige Karten zu ergattern. Auch für die hofft der Verein noch auf Abnehmer und auf viele Gäste, denn neben dem närrischen Treiben wollen die Karnevalisten auch die ernsteren Themen des Alltags nicht vergessen. Der gesamte Erlös aus den Garderobeneinnahmen soll den Flutopfern zu Gute kommen. TA: 17.01.2005 „Ich bin ein Narr-
holt mich nicht raus“
Alte Besen kehren heiter weiter Alles ist neu beim Batterschen Karneval:
Vorstand, Elferrat, die Band und sogar der Gastwirt. Unverändert
aber bleibt auch in der 51. Saison des Batterschen Carnevalclub (BCC)
ein Programm, bei dem Zwerchfellattacken und karnevalistische Hochstimmung
garantiert sind.
Karneval in Battern: Je oller
- je doller BCC möchte
Danke sagen!
TA 11.02.2002 LUSTIGES GEGACKER: Breitenworbis ist bekannt für seine fleißigen Hühner. Klar, dass es sich der "Battersche Hühnerhof" nicht nehmen ließen, beim Jubiläums-Faschingsumzug mitzumachen. TA-Foto: E. JÜNGEL
TLZ 11.02.2002 Einen Jahrhundertumzug hatten die Batterschen Karnevalisten versprochen. Sie hielten Wort: Der BCC, seit 27 Jahren von Paul Wand geleitet, entfaltete in der Karnevalshochburg Breitenworbis gestern Nachmittag mit 70 Festwagen und Bildern ein famosen Umzug zum 50-jährigen Karnevalsjubiläum. Da wartete "Don Camillo" (Pfarrer Knopp) auf Peppone, zeigte sich das BCC-Ballett in Geschenkverpackung, wurde per schiefem Turm von Pisa die Pisa-Studie aufgespießt und schaukelte ein Wa(h)lfangschiff mit dem Elferrat über die Umzugsstrecke, an der einige Tausend begeistert mitschunkelten und mitsangen.
Battersche Schnallenköppe: Je oller - je doller (TA)
Reizvoll: Kostüme, die die Blicke des närrischen Publikums in den vergangenen 50 Jahren auf sich zogen, präsentierten jetzt noch einmal Mitglieder des Breitenworbiser Karnevalverein (BCC) bei einer Modenschau. BREITENWORBIS. Ein dreifach donnerndes "Battern Helau" gab den Startschuss. Nun konnte sie also beginnen, die große Jubiläumssaison des Breitenworbiser Karnevalvereins (BCC) der auf nunmehr 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann. Ein Grund für das Battersche Narrenvolk, an diesem ersten Wochenende der fünften Jahreszeit, das vergangene halbe Jahrhundert Revue passieren zu lassen. Am Samstagabend lud der Verein alle Interessierten zu einem großen Festprogramm ein. Viele bekannte Aktive der vergangenen Jahre betraten die Bühne und begeisterten das Publikum mit ihren diesmal etwas anders gestalteten Beiträgen. Dabei berichteten sie von ihren Erlebnissen beim Proben, von Pannen, der Nervosität vor den Auftritten aber auch den Feiern danach. So gaben sie einen ganz persönlichen Rückblick auf die Vereinsgeschichte und gewährten dem Publikum einen Einblick in das Geschehen hinter den Kulissen. Landrat Werner Henning richtete ebenfalls seine Grußworte an den Verein. Er betonte dabei, dass die Beiträge der "Schnallenköppe", wie die Breitenworbiser Karnevalfreunde genannt werden, schon zu DDR-Zeiten sehr kritisch gegenüber den Machthabern waren. Der Verein habe damit eine beispielhafte Position im Eichsfeld eingenommen. Auch im Rückblick wurden die Schwierigkeiten mit der Staatssicherheit angesprochen, aber auch, wie man es doch immer wieder schaffte, seine Meinung im karnevalistischen Rahmen zu äußern. Paul Wand, der seit 1974 Vereinsvorsitzender ist, erklärte, dass ihm nach der Wende oft die Grundlage für politische Kritik abgestritten wurde. Doch seiner Meinung nach fehlt diese Grundlage keineswegs. "Früher wurde die Solidarität zur UdSSR gefordert und heute sollen wir uneingeschränkte Solidarität mit den USA zeigen." Daran sieht man, wie er sagt, dass sich die Probleme in manchen Bereichen gar nicht so sehr geändert haben. Darum soll gerade das auch eines der großen Themen in dieser Saison werden. Und auch beim großen Festumzug am Faschingswochenende werden sicherlich einige Teilnehmer dieses vieldiskutierte Thema aufgreifen. Beim Festgottesdienst des Vereins am Sonntag stellte dann Pfarrer Rudolf Knopp sein karnevalistisches Talent mit einer gelungenen Bütt unter Beweis. Im Anschluss traf sich die ganze Gesellschaft auf dem Gemeindesaal, um pünktlich um 11.11 Uhr in die Festsaison zu starten. Gleichzeitig wurde die Ausstellung zur Vereinsgeschichte mit mehr als 1000 Fotos und Schriften, aber auch historischen Ton- und Bilddokumenten eröffnet, die auch noch in den kommenden Tagen zu sehen sein wird. Claudia NOLTE TA: 14.11.2001
Über sechzig Wagen rollen zum Jubiläumsumzug
50 Jahre Karneval in Breitenworbis Der BCC 1952 e.V. lädt alle zum tollen Jahrhundertereignis ein Ein Jahrhundertumzug soll es möglichst werden
Das Bild entstand im vergangenen
Jahr auf der Treppe vor dem Saal und vermittelt einen Eindruck von der
Stimmung, die bei den Batterschen Narren in der Hochsaison aufkommt. Im vergangenen Jahr stand das närrische Treiben in Breitenworbis unter dem Motto „Deutsche Leidkultur".
Hier sieht man die „Söhne Batterns", die Nachwuchstalente des BCC, in närrischer Aktion.
Beim Umzug der Batterschen Karnevalisten im Jahre 1997 bekam die Verwaltungsgemeinschaft ebenfalls ihr Fett weg. Der Umzug fand zum 45-jährigen Jubiläum statt. Zu sehen ist der Nachbau des Gebäudes der „Verweinungs-Gewaltschaft Ausfeld-Wippereiche"
Schon zu DDR-Zeiten machten die Batterschen Narren vor spitzer Politsatire nicht Halt und bekamen es des öfteren mit der Staatsgewalt zu tun. AA: 30.01.2002
Auftacktveranstaltung TLZ
Im Osten
geht alles schneller Batterns Zukunft beim Bund: Die nicht
Immer rühmliche Rolle, die die Bundeswehr spielt, nahm |